Standortbasierte Werbung

Taxis in Großstadt

Standortbasierte Werbung

Wo ist denn schnell die nächste Post? Gibt es in der Nähe eine Apotheke? Der Hunger wird größer und man sucht nach einem Lokal? All das sind Gelegenheiten, über die man sich vor 10 Jahren zu Hause Gedanken machen musste. Es schien unmöglich, einfach aus dem Haus zu gehen, ohne zu wissen, wie man wohin gelangt. Heutzutage hat sich das ein wenig geändert. Kaum jemand setzt sich daheim hin und plant konkret seinen genauen Tagesablauf. Man geht am Morgen außer Haus und nutzt das Handy, um nach dem richtigen und schnellsten Weg zu suchen. Smartphones sind so selbstverständlich geworden, dass viele aufgeschmissen sind, wenn der Akku leer ist oder das GPS mal kurz nicht funktioniert. Es bietet uns alle relevanten Services und Informationen, die gebraucht werden – und das genau zum richtigen Zeitpunkt.

Was standortbasierte  Werbung konkret damit zu tun hat und wie jeder mit kleinen Tipps besser im Netz gefunden wird, erfahrt ihr hier.

73 % in Österreich nutzen Standortabfragen am Smartphone

Erhebung der MMA AUSTRIA von August 2016*

Studienauszug MMA Austria, Surfen am Handy 2016

 

Bereits 90 % der Österreicherinnen und Österreicher nutzen Internet am Handy und sogar 94 % geben an, auch Apps am Handy zu verwenden. Standortbezogene Apps werden sogar von 73 % der Befragten genutzt. Die häufigste Verwendung fällt dabei auf Standortabfragen bzw. zur Navigation. Aber auch Zeit- und Streckenaufzeichnungen beim Sport, das Finden von Geschäften oder das Anzeigen von Sonderangeboten in der Nähe werden angegeben.*

Das bietet nicht nur dem Smartphone-Besitzer zahlreiche Vorteile, auch für Werbetreibende gehört die standortbasierte Werbung bereits zur täglichen Praxis. Viele Unternehmen haben ihre eigenen Tools entwickelt, die es Kunden noch einfacher machen, ihre Werbemittel zum richtigen Zeitpunkt und am definierten Standort an die genau passende Zielgruppe auszuspielen.

 

Was ist LBS?

LBS – die Abkürzung für Location based Services – fasst alle standortbezogenen Dienste zusammen, die mit Unterstützung von Standortdaten eine zielgenaue Ansprache der Endbenutzer ermöglichen.

Hyperlocal Targeting, locationbased Advertising, Location-Social-Targeting und viele andere Begriffe fallen unter den Überbegriff LBS. Gemeint ist damit immer die gezielte Auslieferung von Werbung an einem ganz bestimmten Ort und das zumeist mobil. Der Standort des Users wird dabei zum Targeting-Kriterium, um Personen in genau diesem Umfeld zu erreichen. Aufgrund der GPS-Daten der Smartphone-User wird ausgewertet, wo sie sich befinden und die Werbung im Umkreis dieses Standortes ausgespielt. Und das direkt am Mobilgerät in der App, in der sich der Kunde gerade aufhält. Die Werbung wird auf den Standort personalisiert.

Die aktuelle Zahl der Mobilen User, die das GPS-Signal aktiviert haben, liegt bei rund 30 Prozent. Diese Zahl nimmt laufend zu, weil viele Apps und Services am Smartphone nur richtig funktionieren, wenn man der Lokalisierung zustimmt.

Neben dem Standort müssen auch andere Kriterien erfüllt werden, damit der potentielle Kunde die Kampagne sieht. Je nach Zielgruppe werden deshalb demografische Daten und Interessen hinterlegt, um die Relevanz beim Empfänger zu steigern. Zum Beispiel kommen auch Pensionisten an der Universität vorbei ohne sich für das aktuelle Weiterbildungsangebot zu interessieren. Eine Einschränkung auf eine bestimmte Altersgruppe ist in diesem Fall eine zielführende Überlegung.

 

Vier Tipps zu standortbasierter Werbung im Eigenmarketing

Standortbasierte Werbung ist nicht nur was für die großen Player in der Wirtschaft. Auch Einzelunternehmer, lokale Händler oder Startups können die Werbeform nutzen. Dazu sollte man einige wenige Tipps befolgen, um es Kunden einfacher zu machen, einen zu finden.

 

1. Google My Business

Das beste Marketing und die kreativste Werbung können nicht funktionieren, wenn die Zielgruppe am Ende keine Adresse findet. Es kommt leider viel zu häufig vor, dass man von einem neuen Lokal liest, dann mal schnell auf Google nach der Adresse sucht und diese nicht findet. Keine Website, kein Eintrag auf Google Maps und auch auf den Social Media-Kanälen muss man sich erst lange durchklicken, bis man die Information findet. War der Artikel zu dem Lokal wirklich, wirklich gut, nehme ich das vielleicht auf mich – aber wahrscheinlich eher nicht. Kunden wollen die Informationen JETZT! Findet der Kunde nicht umgehend, wonach er sucht, verpasst das Unternehmen die Chance bei ihm zu punkten.

 

wundermilder Tipp

Sobald das Unternehmen gegründet und der Standort festgelegt ist, unbedingt Domain sichern und zumindest die Kontaktdaten und einen Hinweis darauf, dass die Website in Arbeit ist, hinterlegen. Ein weiterer wichtiger Schritt ist der Eintrag bei Google My Business, dem Branchenverzeichnis von Google.

Google My Business: Registrierung

 

2. Facebook Orte

Eine Unternehmensseite auf Facebook ermöglicht auch die Eintragung einer Adresse. Sobald Straße, PLZ und Ort bei den Seiteninformationen hinterlegt sind, wird die Seite auch über die Adresse gefunden und zusätzlich als Ort definiert.

Facebook Ort wundermild Screenshot

Im Suchfeld wird die Seite jetzt als Ort gefunden und kann sogar nur durch die Angabe der Adresse zugeordnet werden. Ein wesentlicher Vorteil dieser Funktion ist, dass Besucher des Standortes auf Facebook angeben können „hier“ zu sein, was wiederum die Reichweite steigert. Der sogenannte „Check-In“ wird über den Newsfeed angezeigt und verweist auch direkt auf die Seite.

 

3. Standortbasierte Bewertungs-Plattformen

Yelp, Foursquare und Co sind Plattformen, die ebenfalls dazu beitragen, User auf ein Unternehmen aufmerksam zu machen. Natürlich muss gut überlegt werden, welche Services zum Unternehmen passen und auch genutzt werden sollen. Yelp beispielsweise bietet sich für lokale Unternehmen an, die auch Angebote eintragen können. Wie bei Facebook gibt es auch hier die Möglichkeit des Check-Ins.

 

4. Standortbasierte Werbung

Um den Standort des Unternehmens zu bewerben, gibt es viele Möglichkeiten. Google AdWords, FacebookAds oder Banner-Bewerbung sind einige Varianten, die auch für regionale Unternehmen sehr interessant sind. Wie bei allen Werbeaktivitäten ist es auch hier unbedingt erforderlich, sich vor dem Start einer Kampagne genau zu überlegen, was die Zielsetzung ist, wer die Zielgruppen sind, wie viel Budget man investieren möchte (Klickkosten) und ob der Aufwand intern abgedeckt werden kann. Falls nicht, ist es ratsam, sich Unterstützung von außen zu holen. Viele Agenturen unterstützen bei der Entwicklung der Social Media Strategie und geben dann Kompakt-Einschulungen zu den gewählten Kommunikationskanälen.

 

Fazit

Wer gefunden werden will, muss sich auch finden lassen. Niemals zuvor war es einfacher seinen Unternehmensstandort zu bewerben. Aber es war auch noch nie so schwer wie jetzt. Wichtigste Voraussetzung ist, dass ein Unternehmen alle Möglichkeiten ausschöpft, die Plattformen bieten. Die Herausforderung ist es, die Dienste kreativ zu nutzen und eine optimale Strategie für das eigene Unternehmen festzulegen. Geo Targeting wird auch in Zukunft ein wichtiges Tool im Online-Marketing bleiben, das man in seine Überlegungen berücksichtigen muss.

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* Quelle: Verein MMA Austria, www.mmaaustria.at, Stand 13.4.2017

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Natascha Szakusits ist Gründerin der Agentur wundermild und unterstützt Kunden in den Bereichen Beratung, Strategie, Konzeption, Social Media, Online und Events. Sie ist die Schnittstelle zu allen anderen Partnern und Lieferanten im Netzwerk und koordiniert die Projekte.
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