Schritt für Schritt zum eigenen Blog

Blog schreiben ist wie Laufen lernen

Schritt für Schritt zum eigenen Blog

Die Idee steht, auch ein Name ist schon gefunden. Domain, Webspace und Theme sind ausgewählt und man möchte loslegen. Aber halt – worüber schreibe ich jetzt konkret? Der erste Blogbeitrag stellt viele vor eine große Herausforderung. Man fühlt sich irgendwie gehemmt und weiß nicht recht, wie man den eigenen Blog starten soll.

Die Vorbereitungen vor meinem ersten Artikel

Bevor ich mich wirklich an den Laptop gesetzt habe, um zu schreiben, flossen Stunden über Stunden in die Recherche. Ich habe mir andere Blogs angesehen und mir überlegt, welche Themen denn eigentlich auf meinen Blog-Plan kommen sollen. Außerdem habe ich mich mit meinem Schreibstil, meinen Zielen, dem Time-Management und vielen anderen Fragen auseinandergesetzt.Aber ich verspreche euch: Sobald ihr die ersten 3 Zeilen getippt habt, geht der Rest wie von selbst.

Step by Step zum Blog

Diese Step by Step-Anleitung soll einen groben Überblick geben, wie man einen eigenen Blog startet, worüber man sich Gedanken machen sollte und wie Blogbeiträge entstehen. Wichtig dabei ist vor allem der Inhalt, der dann auch mit entsprechenden Keywords versehen werden muss und alles was grundsätzlich zum Bereich Text dazu gehört. Aber auch das Thema Suchmaschinenoptimierung und die konkrete Veröffentlichung möchte ich eingehen. Am Ende des Beitrags gibt es auch noch ein Cheat-Sheet für eure Blogartikel, damit auch nichts vergessen wird.

 

1. Content-Thema

Sobald die erste Hürde – man selbst – geschafft ist, kann man aus seinem Blog-Plan das Thema auswählen, über das man schreiben möchte. Das Themengebiet sollte auf jeden Fall auch zu euch und euren Erfahrungen passen. Über Hunde zu schreiben, obwohl man 3 Katzen zu Hause hat, macht den Blog wenig seriös und auch der Text wird nicht ganz so einfach von der Hand gehen, als bei Themen, die euch selbst betreffen.

 

2. Keywords

Nur wenige Blogger schreiben ihren Blog für sich selbst. Hinter den meisten Blogs steht ein ganz konkretes Ziel. Sei es der Aufbau seiner eigenen Community, die Positionierung als Experte für seine Kunden oder als zusätzliche Informationsquelle für Interessenten. Die Zielsetzung gibt somit auch eine Richtung vor und bringt uns zur nächsten Herausforderung – der Zielgruppe. Es muss gut überlegt werden, wer das Publikum des Blogs ist und was sie interessiert. Bei näherer Betrachtung ist klar: um eine Keyword-Recherche kommt man nicht herum. Am besten versetzt man sich in die Lage des Users und tippt einfach mal Keywords in die Suchmaschine. All jenen, die ganz genau wissen möchten, wie oft nach bestimmten Keywords gesucht wird, kann ich folgende Recherchetools empfehlen:

Je nachdem, welches Ziel ihr für eure Seite verfolgt, müssen dann entweder die Keywords mit den meisten Suchanfragen verwendet werden oder aber ihr filtert die genau passenden Begriffe heraus, mit denen ihr qualifizierte User ansprechen wollt. Diese Keywords sind meist spezifischer und die Zielgruppe kleiner, die User aber umso passender.

 

Keywords im Blogbeitrag

Bilder

Bilder dienen nicht nur dazu, den Blogartikel aufzulockern – sie sind auch ein hervorragender SEO-Boost und sollten nicht unterschätzt werden. Google und andere Suchmaschinen können Bilder nicht erkennen, deshalb ist es wichtig, jedes Bild ordentlich zu beschriften.

Als erstes wird der Dateiname für den Artikel entsprechend betitelt. Unsere ausgewählten Keywords sollten hier bereits verwendet werden.

  • Üblicher Dateiname: 2017-01-2016-138.jpg
  • Optimaler Dateiname: Blogging_Cheat_Sheet

Ebenso wichtig ist das Einfügen eines Alt-Tags oder auch „Alternativer Text“ genannt. Diese Texte unterstützen Google zusätzlich dabei, den Inhalt des Bildes zu „erkennen“. Hier kann man ausführlicher beschreiben, was im Bild zu sehen ist. Der Dateiname hingegen sollte eher kurzgehalten werden. Eine weitere Optimierungsmöglichkeit bietet das Beschriften des Bild Titel-Attributes, das angezeigt wird, sobald man mit der Maus über das Bild fährt. Sowohl Alt-Tag als auch Bild Titel-Attribut können mit wenig Aufwand in WordPress-Seiten hinterlegt werden.

Die URL spricht mit mir

Wichtig für Suchmaschinen sind sprechende URLs. Unter einer sprechenden URL versteht man einen Link, der aus natürlichen Wörtern statt technischen Kürzeln besteht und ebenfalls Keywords enhält.

  • Eine nicht-sprechende URL sieht folgendermaßen aus: http://www.mydoman.ch/index.php?id=5/kw=4
  • Eine sprechende URL hingegen sieht so aus: https://wundermild.at/wundermild-bringt-weihnachtsmann-zurueck/

Eine gut organisierte URL-Struktur beeinflusst das Suchergebnis positiv. Denn die URL erscheint zwischen Titel und Beschreibung. Findet die Suchmaschine in der URL Begriffe des suchenden Users, werden diese im Text fett hervorgehoben. Das wiederum erhöht die Klickrate, weil der Leser seine Suchbegriffe wiederfindet.

wundermilder Tipp

Das wichtigste Keyword sollte bereits in der sprechenden URL verwendet werden. Die restlichen Keywords im Titel, in den Zwischen-Headlines, im ersten Absatz und dem restlichen Text einbauen. Suchmaschinen sprechen auch sehr gut auf Keywords in Dateinamen an. Dateinamen von Bildern und Dokumenten deshalb immer mit dem wichtigsten Keyword versehen.

 

3. Titel

Unsere Überschrift entscheidet darüber, ob der Blogartikel gelesen wird oder nicht. Ist die Headline zu unspezifisch, wird sich niemand dafür interessieren. Deshalb ist es auf jeden Fall empfehlenswert, sich über die Headline gesondert Gedanken zu machen.

Meine Headlines kommen zum Schluss

Ich mache es so, dass ich den Beitrag einfach mal schreibe und mich im Nachhinein nochmal an die Headlines setze. Sonst unterbreche ich mich selbst ständig im Schreibfluss und mein Beitrag wirkt zerpflückt.

Arten von Headlines

Um die passende Headline für den eigenen Blogartikel zu finden, gibt es einige Über-Kategorien, denen man folgen kann:

  • News: „wundermild startet einen eigenen Blog zum Thema Werbung“
  • Fragen: „Wie erstelle ich meinen eigenen Blog?“
  • Listen: „10 Tipps für Blog-Neulinge“
  • Hilfreiche Anleitungen „Schritt für Schritt zum eigenen Blog“
  • Warum: „Warum manche Blogs funktionieren und andere nicht“
  • Geheimnisse: „Das Geheimnis eines guten Blogs“
wundermilder Tipp

Bei den Headlines nicht nur auf einen schönen Klang achten, sondern auch SEO im Hinterkopf behalten. Eine gut optimierte Headline hat sechs bis acht Wörter, das sind in etwa 65 Zeichen. Das wichtigste Keyword in der Headline verwenden, alle weiteren Keywords in den Text und die Zwischenüberschriften streuen.

 

4. Auch ein Blogartikel braucht Struktur

Oft sieht man Blogbeiträge, die in einem Guss heruntergeschrieben sind. Keine Einleitung, kein Hauptteil und schon gar keine Zwischen-Headlines. Das sieht nicht nur langweilig aus, es macht auch keine Lust aufs Lesen. Ein Blogartikel sollte genauso behandelt werden, wie ein journalistischer Beitrag und deshalb in mehrere Bereiche geteilt werden. Dazu erstellt man eine Struktur, anhand derer der Artikel bereits vor dem Schreiben gegliedert wird.
Gestartet wird mit einer kurzen und spannenden Einleitung, Zwischen-Headlines lockern den Text überall dort auf, wo es möglich ist. Die Zwischen-Headlines müssen nicht final getextet sein, sondern stellen eine grobe Übersicht der Themen dar, über die im Artikel geschrieben wird. Ganz wichtig: nicht auf das Ende vergessen. Am Ende sollte eine kurze Zusammenfassung und eine Empfehlung des Bloggers den Beitrag abrunden.

 

5. Artikel schreiben

Das Schreiben selbst ist jetzt eigentlich keine große Hexerei mehr. Durch die bereits festgelegte Struktur kann man seinen Beitrag Schritt für Schritt abarbeiten. Dennoch gibt es ein paar Punkte, auf die es zu achten gilt:

  • Bilder lockern Blogartikel auf und vermitteln eine bestimmte Stimmung. Auch hier ist es wichtig, auf einen einheitlichen Stil zu achten. Wenn ihr die Möglichkeit habt, eure Bilder selbst zu erstellen (fotografieren oder eine eigene Photoshop-Montage), ist das perfekt. Ansonsten gibt es zahlreiche Portale, über die man Fotos kostenlos downloaden und für Blogs verwenden kann.
    Tipp: Achtet auf die AGBs der Fotodatenbanken und verwendet Bilder ggf. auch mit Copyright-Vermerken. Auf keinen Fall Bilder aus dem Netz zusammen kopieren. Hier gilt in Österreich das Urheberrecht.
  • Spannend bleiben: Ein Artikel kann aus vielen Gründen spannend sein. Entweder er fesselt einen, weil er besonders emotional geschrieben ist und eine Geschichte erzählt. Oder aber er ist fachlich gut recherchiert und bietet einen Mehrwert.
  • Optimale Länge: Ein optimaler Blogartikel hat zwischen 2.250 und 2.500 Wörter. Aber auch kürzere Beiträge können genauso erfolgreich sein. Am wichtigsten ist es, dass die Spannung beim Lesen nicht abbricht.
  • Einmal darüber schlafen und dann nochmal lesen: Denn erst nach einer Pause kann man seinen Artikel neutral beurteilen und nochmal durchgehen, um auch alle Verschachtelungen, Schreib- und Tippfehler zu entdecken.

 

6. Veröffentlichung

Und schon ist es soweit und der Blogartikel kann online gehen. Wenn man schon mehrere Beiträge gepostet hat, kann ein Blick auf die Website-Statistik sehr hilfreich sein. Es gilt herauszufinden, wann die meisten Zugriffe auf deine Seite erfolgen. Dieser Zeitraum sollte für die Veröffentlichung genutzt werden.

Fazit

Ein Blog ist ein Kommunikationsinstrument, das gut überlegt werden muss. Denn auch bei der anfänglichen Euphorie darf man nicht vergessen, dass ein Blog ein Tool ist, das laufend befüllt werden will. Deshalb ist es im Vorfeld besonders wichtig, sich Zeit zu nehmen, um sich eine passende Strategie zu überlegen, einen Themenplan zu erstellen und zu überlegen, ob ich einen Blog in meinem Berufsalltag überhaupt unterkriege.

Bloghilfe kostenlos

Wenn ihr euch noch nicht ganz sicher seid, könnt ihr mit dem kostenlosen Blog-Planer eure Blog-idee strukturieren.
Ebenso findet ihr hier euer ganz persönliches Blog Cheat-Sheet, das nochmal alle wichtigen Punkte enthält, damit euer Artikel ganz besonders spannend wird.

Viel Freude beim Planen, Schreiben und Kommentieren meines Beitrages. Falls ihr zusätzlich Unterstützung braucht, könnt ihr mich selbstverständlich jederzeit kontaktieren.

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Natascha Szakusits ist Gründerin der Agentur wundermild und unterstützt Kunden in den Bereichen Beratung, Strategie, Konzeption, Social Media, Online und Events. Sie ist die Schnittstelle zu allen anderen Partnern und Lieferanten im Netzwerk und koordiniert die Projekte.
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